Indirekte Rede — Konjunktiv I (Grundlagen)
B1 · ~15 Minuten
Die indirekte Rede gibt wieder, was jemand gesagt hat, ohne die Originalworte zu zitieren. In formeller Schriftsprache (Nachrichten, Zeitungen) benutzt man den Konjunktiv I. Bildung: Verbstamm + e/est/e/en/et/en. Beispiele: er sage, er habe, er komme, er sei (unregelmäßig). Wenn Konjunktiv I wie Indikativ aussieht (vor allem Plural: wir sagen = Konj. I wir sagen), weicht man auf Konjunktiv II aus: 'Sie sagten, sie würden kommen.' oder würde-Umschreibung. Bei 'sein' sind alle Formen unterscheidbar: sei, seist, sei, seien, seiet, seien. Einleitung: 'Er sagt/sagte, dass...' (dass-Satz) oder ohne dass mit Hauptsatzwortstellung: 'Er sagte, er sei müde.' Im gesprochenen Deutsch wird oft einfach der Indikativ benutzt: 'Er hat gesagt, dass er müde ist.'
- Er sagt, er sei krank.
- Sie behauptete, sie habe keine Zeit.
- Der Minister erklärte, die Situation werde besser.
- Er fragt, ob ich komme. (indirekte Frage)
- Sie sagte, sie würden morgen kommen. (Konj. II, weil Konj. I = Indikativ)
- Die Zeitung meldet, es gebe einen Streik.
- Er sagte mir, ich solle warten.
- Sie sagte, sie habe das Buch gelesen.
Er sagt, er ___ (sein — Konj. I) sehr müde.