Negation — nicht vs. kein vs. nichts/niemand/nie/kaum
B1 · ~19 Minuten
Deutsch hat zwei Hauptnegationswörter: 'nicht' und 'kein'. 'Kein' negiert Nomen ohne Artikel oder mit unbestimmtem Artikel — es dekliniert wie ein Possessivpronomen: keinen Hund (Akk. m.), keine Katze (f./Pl.), kein Buch (n.). 'Nicht' negiert Verben, Adjektive, Adverbien und Nomen mit bestimmtem Artikel. Stellung von 'nicht': am Satzende bei Verbnegation ('Er kommt nicht'), direkt vor dem negierten Element bei partieller Negation ('nicht heute', 'nicht schön'). Bei trennbaren Verben steht 'nicht' vor der Partikel: 'Er ruft nicht an'. Bei Modalverb + Infinitiv vor dem Infinitiv: 'Ich kann heute nicht kommen'. Zusätzliche Negationswörter: 'nichts' (= keine Sache), 'niemand' (= keine Person), 'nie/niemals' (= zu keiner Zeit), 'kaum' (= fast nicht). Kontrast: 'Ich habe keinen Hund' (Hund existiert nicht) vs. 'Ich habe den Hund nicht gesehen' (Hund bekannt, Handlung negiert).
- Ich habe keinen Hunger. — Ich habe den Kuchen nicht gegessen.
- Sie trinkt keinen Kaffee. — Sie trinkt den Kaffee nicht gern.
- Ich gehe heute nicht ins Kino. (Verbnegation) — Ich gehe nicht heute, sondern morgen ins Kino. (Adverbnegation)
- Er hat keine Zeit. — Er hat die Zeit nicht gut genutzt.
- In diesem Raum ist niemand. — Ich habe nichts gehört.
- Wir fahren nie in Urlaub. — Er kann kaum schlafen.
- Das Zimmer hat kein Fenster. — Das Fenster öffnet sich nicht.
- Sie hat keinen Führerschein. — Sie hat die Prüfung nicht bestanden.
Er hat ___ Auto. (Er besitzt kein Auto.)